Diese Diskussion wurde aus Gründen der Übersichtlichkeit aus dem Pad https://meinungsfindungstool.piratenpad.de/begriffsklaerung ausgelagert
=== FLOTATION/VERDICHTUNG ===
- ich meine, dass der Begriff Flotation [1] den Prozess der Meinungsbildung exakter, anschaulicher und 'sympathischer' abbildet. Mit Verdichtung assoziiert sich bei mir eine Quetschung der zu verdichtenden Meinungen. ???
- "Verdichtung" von Texten hat zwei Gesichter: Erstens die Beseitigung von Redundanz, d.h. "inhaltserhaltende Kürzung". Das wird oft klappen, wenn mehrere Texte zusammengeführt werden und alle Dopplungen aussortiert werden. Zweitens ein Herausfiltern "des Wesentlichen" - also eine "inhaltsreduzierende Kürzung". Das wäre im Sinne meines qualifizierten Konsens die Gliederung des Textes: alles "Wesentliche" gehört in die "Kernaussagen", dass dazu "Notwendige" in die "Kontexte", und das "Ergnzende" in die "Autorenkommentare" - der Rest in den Papierkorb.
- Im Flotation-Modell werden bestimmte Meinungen - angereichert von anderen Meinungen - nach oben von unten aus dem Meinungsmeer geschwemmt - transparent, nachvollziehbar.
- Flotations-Modell bildet ganz natürlich eine parallele geichzeitige Erhebung von mehr als einem Meinungsbild Da würde mich sehr interessieren, wie ein solches Flotations-Modell aussehen und funktionieren soll. Bislang kann ich mir allenfalls vorstellen, dass da die Kernaussagen von zwei Meinungsbildern in zwei Spalten scrollbar nebeneinander angeboten werden. Man kann dann vergleichbare Paare suchen und bearbeiten...
Verdichtung ist für mich eine Art von Zusammenfassung:
- Viele gleiche Meinungen verdichten sich (von allein??) zu einem gemeinsamen Standpunkt (Meinungsfindung im Kontext einer Gruppe)
- Viele verschiedene Standpunkte verdichten sich zu einem Konsens (Konsensbildung im Kontext der Partei)
Meinung: Vorteil des Floating-Modells ist, dass dort die einzelne Meinungen visuell präsent bleiben und nicht hinter einem nicht visualisierten begriff Zusammenfassung verschwinden
Meinung: Verdichtung ist das Gegenteil von Entfaltung und somit ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Begriff 'Verdichtung' negativ wahrgenommen wird, bevor der Anwender die Definition liest
=> Der Konsens floatet auf, danach erscheinen die verschiedenen Standpunkte und danach die Sinnflut an Meinungen.
- damit eine gewisse Homogenität bewahrt bleibt - können wir uns darauf einigen, dass wir zukünftig durchgehend FLOTATION verwenden, wo Verdichtung gemeint ist? Z.B. weil Flotation leichter bildlich darstellbar ist. Das halte ich für abwegig - s.o.!
- Für die Darstellungsform finde ich Flotation passend, doch der Prozess an sich, worum es geht ist eine Verdichtung. Können wir beide Begriffe verwenden?
- würde ich ungern, da auch ohnehin für Mehrdeutigkeiten zu viel Spielraum ist. Und die Darstellung _ist_ wichtig, nicht zuletzt, damit für die 'Vermarktung' des Tools weniger Aufwand notwendig ist
- Ohne Verdichtung gibt es keine Flotation (??), doch zum Verkauf der Darstellung ist mir die Bezeichnung egal. Sind wir bereits so weit?
- wenn man beim technologischen Vorbild bleibt, steht einer Flotation eine Verkleinerung der zu floatenden Teile bevor
- Was ist das Gegenteil von Flotation?
- Vermischung nein Untergehen ;-)
- Vermischung mit Untergehen
- Wenn man Kohlenstoff verdichtet entsteht ein Diamant. Kohlenstoff sind für mich Kommentare, der Diamant ist für mich der Konsens.
- vorausgesetzt der Rohstoff ist rein genug - ohne Verunreinigungen ;-) Nachteilg bei der Verwendung des Diamants Begriff hier, man stuft - vlt. ungewollt - die untergegangene Kommentare/Meinungen zu etwas weniger wertvollem herunter
- Finde ich nicht, alle tragen zum Diamanten bei, ohne Kommentare/Meinung kann kein Diamant entstehen. Gehört aber hier nicht hin.
- Die Darstellung durch Flotation finde ich gut.
- Jetzt bist Du weg, wollte Fragen ob wir das wieder lösen können.
- es liegt in der Natur der Sache, dass das Ergebnis einer Verdichtung Diamant etwas exklusives und nur für einige wenige zugängliches Gut ist. Output vom Flotation-Verfahren dagegen ist etwas allgemein zugängliches, massentangliches und was ein Rohstoff für alles mögliche verwendbar ist. Die AG Meinungsfindungstool ist auf der Suche nach einem massentauglichen Tool - meine ich.
- Ich fürchte, der Begriff "Flotation" sagt den meisten Außenstehenden überhaupt nichts, und rate daher von seiner Verwendung ab.
- "Flotation" als terminus technicus: "Schwimmaufbereitung zur Trennung geringwertiger Erze vom Beigestein", also ein sehr spezielles Verfahren zur Anreicherung, wobei schon Begriffe wie Filterung und Sortierung nicht ganz zutreffen, Verdichtung und "flott"überhaupt nicht.
- auch andere Begriffe, wie MEINUNGSBILDUNG usw. bekommen für einen Außenstehenden eine korrekte Bedeutung im Meinungsfindungstool-Kontext erst dann, wenn der Außenstehende diese Definitionen hier gelesen und verinnerlicht hat - IMHO
- Den Begriff FLOTATION finde ich auch sehr verwirrend! Beim kurzen überfliegen des Wiki Artikels in [1] habe ich eher den Eindruck gewonnen, dass Flotation das Gegenteil bzw. die Umkehrfunktion der Verdichtung ist. Ich würde daher die Begrifflichkeit lieber bei VERDICHTUNG belassen.+!
- wie ich eingangs erwähnt habe, kann Verdichtung als Quetschung der zu verdichtenden Meinungen mißverstanden werden. Flotation in diesem Modell steht für Filterung, Sortierung, Anreicherung. ~~ s.o.!
- Als Vorteil des Flotation-Ansatzes sehe ich die Tatsache, dass die in Zwischenschritten zu einem bestimmten Meinungsbild, Konsens gewonnene nicht verdichtete und immer noch vorhandene Daten für weitere iterative rekursive Auswertungen - wie bei der aktuellen Meinungsfindungstool- Diskussion wiederverwendbar sind. Die Voraussetzung ist sicherlich, dass man das Datenmodell für so ein Zweck passend gebaut hat.++! - aber leider nicht ganz einfach...
- Flotation steht u.a. für 'flott' - die Meinungen, Standpunkte werden für eine Entscheidung flott gemacht - das besagt die Definition.- -!
- Als Autor mehrerer Glossare Im Fachgebiet Projektmanagement hoffe ich, mit den folgenden Hinweisen zum Erfolg der AG Meinungs...tools beitragen zu können.
- Zunächst zu "Flotation" und "Verdichtung". Beide sind relevant und interessant, stehen aber bisher für völlig unterschiedliche, allenfalls aufeinander folgende Prozesse. <= Sehe ich genau so
- Verdichtung ist unstrittig der für politisches Handeln entscheidende Prozess - wo nämlich aus der Vielfalt relevanter Aussagen diejenigen gebildet werden, die entweder (bei Programmen) als Leitbild/Identifikationsmuster publiziert werden, oder (bei Projekten) zur Entscheidung gestellt werden. <= einverstanden
Meinung: es ist kontraproduktiv a priori ein Begriff (hier Verdichtung), der g'rade ein Gegenstand der Diskussion ist, als unstrittig einzustufen
- Flotation ist vielleicht als vorgeschalteter Prozess interessant, wo aus pluralistischer Vielfalt das heraus"gespült" wird, was dann als "Vorschlag" zur Diskussion und zur Bewertung gestellt wird.
- Kleiner Exkurs: Seit J.W.Goethe ist "Begriff" das, was man "begriffen"hat.
- Jeder Begriff besteht aus drei Teilen:
- Benennung/Bezeichnung - ggf. mit Synonymen in Fach- und Fremdsprachen;
- Definition - der eigentliche Inhalt des Begriffes, meist formgebunden (ehrlich gesagt: bei Verdichtung und Flotation nicht konsequent eingehalten!);
- Kontext - Erklärungen Quellenangaben u.a.m, die für das Verständnis hilfreich sein sollen, aber eigentlich nicht zur Diskussion stehen.
- Mit "Verdichtung" können sehr unterschiedliche Vorstellungen verbunden werden, die in verschiedenen Fachgebieten genau definiert sind - für die Meinungsfindung m.W. aber überhaupt nicht. Die Grundidee meines "qualifizierten Konsens" ist, die Inhalte in "Kernaussagen" zu "verdichten", die dann jede für sich, aber im Zusammenhang bewertet und diskutiert werden können.
- @WSchallehn: in welcher Relation können Kernaussage und Standpunkt stehen - wenn überhaupt? Zweifach: Individueller Standpunkt ist die Gesamtheit von Kernaussagen, mit denen ich mich als Individuum identifiziere. Kollektiver Standpunkt ist die Gesamtheit derjenigen Kernaussagen, denen eine repräsentative Mehrheit des Kollektivs zustimmt.
- WSchallehn: Genau richtig! Womit sich die Frage nach der Relation von selbst beantwortet: Es gibt halt auch Kernaussagen, die "man" (also ich oder das Kollektiv) ablehnt.
- ich bin der Meinung, dass bei der Definition in diesem Kontext weniger wichtig und vernachlässigbar ist, was die Wissenshaft dazu zu sagen hat oder ob die Definition einen Flotation-Prozess korrekt beschreibt, unumgänglich ist aber eine Definition, die dafür geeignet ist, ein brauchbares möglichst leicht verständliches _Modell_ zu erstellen, das dazu geeignet ist, das gestellte Ziel - s.oben - zu erreichen
- es ist mMn nicht zielführend, davon auszugehen, dass die Bezeichner 'Verdichtung' oder 'Flotation' irgendeine absolute Bedeutung haben, die dann in diesem Kontext - Definitionsphase - verifiziert auf Eignung geprüft werden müssen/können. Den Bezeichnern 'Verdichtung' und 'Flotation' werden per Konsens die Bedeutungen zugewiesen, die dazu geeignet sind, das gewünschte Modell zu beschreiben und das gesetzte Ziel zu erreichen.
- @Dromedar: Beißt sich hier nicht die Katze in den Schwanz? Wir brauchen "gewünschtes Modell" und "gesetzte Ziele", um die Begriffe zu definieren? Aber wir brauchen doch die Begriffe, um das Modell und die Ziele zu beschreiben!?
- Es gibt sowas wie grundlegende Elemente, die in der Zielbeschreibung verwendet wurden und das Modell grob skizzieren. Ich schlage vor, die Bezeichner Tool, Festlegung, Verwendung und Diskussion ohne Definition als grundlegende Elemente einzusetzen.
- wir sind hier nicht bei einer wissenschaftlichen Recherche zum Thema "Welche Bedeutung die Bezeichner XYZ haben, haben können in unzähligen Kontexten in der weiten Welt". Wir sind bei der Erstellung von Bausteinen - hier Definitionen - für ein _Modell_ - IMHO
- Ich möchte das Flotation noch genauer verstehen. So weit wie ich es bis jetzt verstehe, geht es überhaupt nicht um eine Verdichtung, sondern um eine Darstellungsart, die nach bestimmten Kriterien eine Information bevorzugt darstellt.
- Wie gesagt, zur Darstellung super Idee, doch verfehlt es die Funktion einer Verdichtung. Deshalb möchte ich diese beiden Begriffe unterscheiden.
- Des Weiteren, führt ein Bewertungssystem zu durchschnittlichen Werten. Das funktioniert super zum Abschätzen des Gewichtes eines Stieres. Der Anspruch bessere Lösungen zu finden bedarf ein gegenseitiges Verstehen, was nur durch Feedbackschleifen zu erreichen ist und nicht durch Gewichtung von Beiträgen.
- Mir geht es uns um Meinungsbildung und um Konsensbildung und nicht um Entscheidungsfindung und auch nicht um Meinungsfindung. Bei den Findungsansätzen ist Flotation besser aufgehoben. Doch ich lasse mich gerne von einem besseren überzeugen.
===Beispiele Flotation===
Stellen wir uns eine Website http://flotation-fabrik.de vor, die mit Flotation-Modell realisierte Lösung jeweils die Daten für die Meinungsfindung sammelt und darstellt
- anhand der Keimzelle 'vage Vorstellung Meinungsfindungstool' wird ein Flotation-Prozess in Gang gesetzt - mit dem Ziel, dass die Keimzelle bis zum Auftauchen oben die gewünschte Eigenschaft 'exaktes Modell Meinungsfindungstool' hat. Unterwegs kleben zu dieser Keimzelle zahlreiche Begriffe:
- Einige dieser Begriffe tragen dazu bei, dass die Keimzelle sich der Idealvorstellung 'exaktes Modell ...' nähert, nach oben durch Unterstützerstimmen befördert wird und das Licht der Welt erblickt,
- andere Begriffe können themenfremde Begriffs-Konglomerate/Fangnetze bilden, die eine Fortbewegung der Keimzelle und somit deren Auftauchen erschweren.
- In diesem Flotation-Modell ist es also von Vorteil, dass einzelne Begriffe keine Fangnetze bilden. Ich schlage daher vor, dass die Einführung von neuen Begriffen bzw. bei der Verwendung der einzelnen Begriffe möglichst nur der Bezug zu der Keimzelle 'vage Vorstellung Meinungsfindungstool' als Begründung gilt. Wie gesagt, damit die Wahrscheinlichkeit, dass die Fortbewegung zum Ziel 'exaktes Modell Meinungsfindungstool' durch keine Fangnetze verlangsamt/gestoppt wird
- mal angenommen, es wird eine Piratenmeinung gesucht/ermittelt 'Sollte der Bundespräsident sein Amt zur Verfügung stellen?'. Anstelle der Keimzelle wird bildhaft ein Wulff-Denkmal mit 'Ja'-Anworten vom Sockel gehoben und weg vom Schloß Bellevue befördert. 'Nein'-Stimmen drücken den Sockel zu Boden. Die beschwichtigende themenfremde Argumentation der Koalitionsparteien versuchen ein Sichrheitsnetz über dem Sockel zu spannen und den Bundespräsidenten im Amt zu halten.
== GLOSSAR ==
Meinungsfindungsforelle
Linkliste
1. http://de.wikipedia.org/wiki/Flotation, Flotation